Der steinige Weg

Konzepte mussten erstellt und bei der Stadtverwaltung und Landesregierung eingereicht und Verhandlungen mit dem Arbeitsamt geführt werden, damit das Projekt, eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, genehmigt wurde. Die Energie und dem Arbeitseinsatz unseres damaligen Vorsitzenden Kurt F. Schroth und unserer ehemaligen Finanzreferentin Monika Schroth ist es zu verdanken, das schließlich am 1.12.1982 mit einem Probelauf begonnen werden konnte.
Zu diesem Zeitpunkt war die Einrichtung längst nicht mehr nur zur Freizeitgestaltung der Vereinsmitglieder konzipiert, sondern für schwerkörperbehinderte Rollstuhlfahrer, die nicht berufstätig sein können und, die ihre meiste Zeit zu Hause verbringen.
Raumprobleme gab es keine, denn die Tagesstätte konnte zu den Räumen des IBF Treffpunktes ihre Pforten öffen. Als vorteilhaft erwies sich die ruhige Lage mitten im Naherholungsgebiet „Große Blies“, mit einem einladenden Freizeitgelände. Damals, wie heute, standen ein Aufenthaltsraum, ein Raum für sportliche und gymnastische Übungen, eine Küche sowie rollstuhlgerechte Toilettenanlagen zur Verfügung.

Am 13. Januar 1983 entschloss sich der erste Behinderte, die Tagesstätte regelmäßig zu besuchen und über die Jahre vergrößerte sich die Tagesstätte.

Obwohl durchaus ein Bedarf nach einer Einrichtung, wie unserer Tagesstätte, bestand, gelang es nur langsam, Betroffenene durch Öffentlichkeitsarbeit zu erreichen und die Schwellenangst und die Vorurteile über einen Heimcharakter abzubauen.
Diese Hürde konnte nur durch eine entsprechend lange Anlaufzeit und eine Mund-zu-Mund-Propaganda überwunden werden.

Mittlerweile ist die Tagesstätte nicht mehr wegzudenken. Sie ist nicht nur ein Faktor zur Integration der Rollstuhlfahrer in die Gesellschaft und eine Bereicherung der Freizeitgestaltung, sondern für die Mehrzahl der Behinderten ein wesentlicher Bestandteil ihrer Rund-um-die-Uhr-Versorgung. Würde dieser Teil der Versorgung wegfallen, wäre in vielen Fällen schon jetzt eine Heimunterbringung unvermeidlich. Für alle Besucher ist die Einrichtung sowei auch der Verein ein Hoffnungsträger, um die absehbare Zukunft in Freiheit und Selbstbestimmung bewältigen zu können.