Archiv der Kategorie: Tagesstätte

Das Team

Tagesstättenleitung und Betreuung – Jennifer Mack

Betreuung – Christiane Kuckelkorn

Betreuung – Kerstin Lies

Küche – Martina Baader

Fahrdienst – Beate Miletic

Der steinige Weg

Konzepte mussten erstellt und bei der Stadtverwaltung und Landesregierung eingereicht und Verhandlungen mit dem Arbeitsamt geführt werden, damit das Projekt, eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, genehmigt wurde. Die Energie und dem Arbeitseinsatz unseres damaligen Vorsitzenden Kurt F. Schroth und unserer ehemaligen Finanzreferentin Monika Schroth ist es zu verdanken, das schließlich am 1.12.1982 mit einem Probelauf begonnen werden konnte.
Zu diesem Zeitpunkt war die Einrichtung längst nicht mehr nur zur Freizeitgestaltung der Vereinsmitglieder konzipiert, sondern für schwerkörperbehinderte Rollstuhlfahrer, die nicht berufstätig sein können und, die ihre meiste Zeit zu Hause verbringen.
Raumprobleme gab es keine, denn die Tagesstätte konnte zu den Räumen des IBF Treffpunktes ihre Pforten öffen. Als vorteilhaft erwies sich die ruhige Lage mitten im Naherholungsgebiet „Große Blies“, mit einem einladenden Freizeitgelände. Damals, wie heute, standen ein Aufenthaltsraum, ein Raum für sportliche und gymnastische Übungen, eine Küche sowie rollstuhlgerechte Toilettenanlagen zur Verfügung.

Am 13. Januar 1983 entschloss sich der erste Behinderte, die Tagesstätte regelmäßig zu besuchen und über die Jahre vergrößerte sich die Tagesstätte.

Obwohl durchaus ein Bedarf nach einer Einrichtung, wie unserer Tagesstätte, bestand, gelang es nur langsam, Betroffenene durch Öffentlichkeitsarbeit zu erreichen und die Schwellenangst und die Vorurteile über einen Heimcharakter abzubauen.
Diese Hürde konnte nur durch eine entsprechend lange Anlaufzeit und eine Mund-zu-Mund-Propaganda überwunden werden.

Mittlerweile ist die Tagesstätte nicht mehr wegzudenken. Sie ist nicht nur ein Faktor zur Integration der Rollstuhlfahrer in die Gesellschaft und eine Bereicherung der Freizeitgestaltung, sondern für die Mehrzahl der Behinderten ein wesentlicher Bestandteil ihrer Rund-um-die-Uhr-Versorgung. Würde dieser Teil der Versorgung wegfallen, wäre in vielen Fällen schon jetzt eine Heimunterbringung unvermeidlich. Für alle Besucher ist die Einrichtung sowei auch der Verein ein Hoffnungsträger, um die absehbare Zukunft in Freiheit und Selbstbestimmung bewältigen zu können.

Wozu überhaupt?

Durch die Tagesstätte soll schwerstkörperbehinerten Rollstuhlfahrern die Möglichkeit geboten werden, aktiv zu sein und der häuslichen Isolation zu entgehen. Ebenso soll eine Heimunterbringung möglichst vermieden werden. Die pflegenden Angehörigen können nicht immer für ihre Schützlinge da sein, zum Beispiel wegen krankheits- oder altersbedingtem Ausfall. Aber auch bereits im Vorfeld dieser Situation sollen die Angehörigen, welche bei der Betreuung der Körperbehinderten oft bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gefordert werden, Entlastung erfahren. Spannungen zwischen den Famiienangehörigen, die selbst nicht mehr gelöst oder abgebaut werden, könne damit reudziert werden.

Geboren wurde die Idde, eine Tagesstätte aufzubauen, in einer der vielen Urlaubsfreizeiten der IBF. Es wurde bedauert, dass außerhalb des gemeinsamen Urlaubs keine Möglichkeiten für Kotakte und Freizeitgesatltung tagsüber bestanden. Aufgrund der Berufstätigkeit der meisten ehrenamtlichen Helfern konnten die Aktivitäten nur abends und an Wochenenden angeboten werden.

Von der Idee bis zur Eröffnung unserer Tagesstätte vergingen jedoch mehrere Jahre.

In der Tagesstätte

In der Tagesstätte stehen der Kontakt zu anderen Menschen und die Teilnahme am geistigen und kulturellen Leben im Vordergrund. Darüber hinaus wird ein ständig wechselndes Programm geboten, wie zum Beispiel Werk- und Bastelarbeiten, Filmnachmittage, Sprachkurse und Ausflüge. Weiterhin werden Besuche kultureller Veranstaltungen, Diskussionen, Urlaubsfahrten, Schwimmen, Krankengymnastik, Ergotherapie sowie Beratung in sozialen und allgemeinen Lebensfragen und Hilfsmittelberatung angeboten. Jeder Besucher kann jedoch seinem eigenen Hobby nachgehen und aktiv an der Programmgestaltung teilnehmen.

Fahrdienst

Die IBF unterhält einen eigenen Fahrdienst mit Spezialfahrzeugen für Rollstuhlfahrer (Kleinbusse, PKW), der die Besucher täglich kostenlos abholt und wieder nach Hause bringt.

Küche

Wir bieten täglich ein warmes Mittagessen, das in unserer Küche zubereitet wird. Der Speiseplan wird von den Besuchern gemeinsam erstellt.

Kosten

Der Besuch der Tagesstätte ist bis auf die Kostenbeteiligung für das Mittagessen und Ausflugsfahrten u.ä. in der Regel kostenlos, da die entsprechenden Personal- und Sachkosten von Stadt und Land übernommen werden.

Die Räumlichkeiten

Es stehen ein Aufenthaltsraum, zwei Gruppenräume, ein Raum für sportliche- und gymnastische Aktivitäten, eine Küche sowie rollstuhlgerechte Dusch- und Toilettenanlagen zur Verfügung. Durch die Erweiterung im Jahr 2003 konnten ein Medienraum und eine Gelegenheit zum Ruhen geschaffen werden. Außerdem gibt es noch eine kleine Bastelwerkstatt und einen Computerraum mit Internetzugang. Alle Räume sind selbstverständlich ohne Treppen und durch ausreichend breite Türen zu erreichen.

Die IBF-Tagesstätte

Mittlerweile kommt täglich eine Gruppe Schwerkörperbehinderte zu uns, die von ganz- und halbtagsbeschäftigten Mitarbeitern alle erforderlichen Hilfeleistungen erhalten. Der Besuch der Tagesstätte kann auch – zum Beispiel bei begrenzten Ausfall von Betreuungspersonen – kurzzeitig in Anspruch genommen werden.

In der Tagesstätte sind alle Altersgruppen vertreten, sodass Neulinge schnell Kontakt finden. Auch junge Körperbehinderte, die nicht in den Arbeitsprozess eingegliedert werden können oder die auf den Eintritt in das Erwerbsleben warten, werden angesprochen.Die Tagesstätte befindet sich im:

IBF-Treffpunkt, Große Blies
Niebelungenallee 1b
67059 Ludwigshafen

Tel.: 0621 514121
E-Mail: mail@ibf-lu.de
 

mitten im Naherholungsgebiet Große Blies. Dank der ruhigen Lage in einem einladendem Freigelände kann man schnell die hektische Großstadt vergessen.