Archiv der Kategorie: Vereinsfreizeit

Reiseziele

Duderstadt

Jugendgästehaus Duderstadt

Adenauerring 23, Postfach 1149
37104 Duderstadt

Telefon: 05527 9847-0

Bad Lear

Hotel Mönter
Herr Heinz-Josef Mönter

Winkelsettener Ring 7
49196 Bad Lear

Telefon: 05424 9176

Klingberg

Jugend- und Bildungsstätte

Fahrenkampsweg
23684 Scharbeutz

Telefon: 04524 9388

Bargum

Kerstin Jürgensen

Dörpstraat 3
25842 West-Bargum

Hintersee

Gästehaus Hintersee
Rolf Bechtel

Am See 61
83486 Ramsau

Herbstein

Kolping-Feriendorf
Frau Straub

Adolph-Kolping-Str. 22
36358 Herbstein

Wartaweil

Schullandheim mit Bildungs- und Begegnungsstätte Wartaweil
Frau Dietrich

Hirschring 45
82211 Wartaweil

Ammersee 2015

In diesem Jahr fuhr die IBF vom 22.08. bis zum 05.09. nach Herrsching am Ammersee. Die barrierefreie Bildungs- und Begegnungsstätte Wartaweil war unser auserkorenes Ziel. Die Unterkunft liegt unmittelbar am Ammersee, der zur Schifffahrt und zum Schwimmen einlädt. Durch einen barrierefrei gestalteten Steg können auch Rollstuhlfahrer, gehbehinderte Menschen mit Rollator, aber auch Eltern mit Kinderwagen zum See gelangen und schwimmen gehen oder einfach nur die Aussicht genießen. Auch der Sonnenuntergang war sehr beliebt bei unseren Teilnehmern.

Da die Toilettenfrage immer eine grundlegende ist, müssen die Ausflugsziele dementsprechend geplant werden. Frei nach dem Motto: „Das beste Ausflugsziel taugt dann,wenn man auch mal müssen kann!“.

So standen unter anderem 

  • eine Schifffahrt auf dem Ammersee
  • und der Englische Garten

auf dem Programm. Sowohl auf dem Raddampfer „Diessen“, wie auch im Englischen Garten waren die Toiletten zwar etwas eng, aber für uns nutzbar. Keinerlei Probleme hingegen gab es in der Toilettenfrage im Ägyptischen Museum, in der Gedenkstätte des KZ Dachau und im Kloster Andechs.

In Dachau hatten wir allerdings ein „Wege-Problem“, da es hier nur Kieswege gibt, was für Rollstuhlfahrer alleine kaum zu bewältigen ist.

Weitere geeignete Toiletten gibt es hier:

  • Buchheim-Museum in Bernried am Starnberger See
  • Franz-Marc Museum in Kochel am See
  • Die Toilette im Kloster Ettal sollte inzwischen fertig gestellt sein

Wir hatten viel vor, doch oft machte uns das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung. So war es die ersten elf Tage meist viel zu heiß um sich groß zu bewegen (außer im See), die letzten drei Tage hingegen regnete es fast ohne Unterlass.

Es war wieder eine sehr schöne Freizeit und wir freuen uns bereits auf 2016, wenn es heißt: „Duderstadt, wir kommen!“ Mit der Planung wurde bereits begonnen. Für 2017 ist erneut der Ammersee im Visier unserer Überlegungen und Planungen.

Geschichte der Vereinsfreizeiten

Es galt nun ein Quartier zu finden, das geeignet war. 10 interessierte Mitglieder im Rollstuhl waren gleich gefunden. 10 helfende Freunde, die die erforderlichen Hilfestellungen auch im Intimbereich brachten und die für sie entstehenden Kosten zu übernehmen bereit waren, ließen sich auch finden. Da die erforderlichen Hilfestellungen als Freundschaftsdienst erbracht werden, müssen keine Pflegekosten weitergegeben werden. Es konnten dann um finanzielle Unterstützung und um Freistellungen von der Arbeit erfolgreich gebeten werden.

Die erste Reise ging nach Brunneck in Südtirol. Einigermaßen geeignete Zimmer waren im EG und konnten über die Garagen erreicht werden, die Toiletten selbst waren zu klein. Die behinderten Freunde wurden nach ereignisreichem Tag und zur individuellen Schlafenszeit ins Bett gebracht. Die helfenden Freunde mussten einen Stock höher. Da die Situation für alle neu war, bestand das Bedürfnis nach einem Gedankenaustausch. Ein Bierchen war willkommen. Als sich die Witze einschlichen, wurde dann doch etwas gelacht.

„ Ha, uns haben sie ins Bett verfrachtet und droben feiern sie…“

Es war für alle, weil neu, wohl eine der interessantesten, schwierigsten, aber auch zufriedenstellensten Freizeiten, hatten wir uns doch und anderen bewiesen, dass so eine Freizeit – mit großem Erfahrungsgewinn für alle Beteiligten – machbar ist.

Bis Heute

Die IBF unternimmt nunmehr mit ihren Mitgliedern seit 1972 regelmäßig eine 14-tägige Freizeit im In- und Ausland. Bei diesen Freizeiten ist man sehr eng zusammen, man lernt sich kennen und zu vertrauen. In dieser Zeit hat sich manche tiefe Freundschaft entwickelt. Die meisten bestehen bis heute noch.

Wir finden die Adressen für unsere Reiseziele durch eine intensive Suche. Jedes mögliche Reiseziel wird einer Vortour unterzogen, um die Örtlichkeiten auf ihre Eignung zu prüfen und mögliche Probleme vor Ort auszuschließen.

Bei der Finanzierung der Freizeiten werden wir durch verschiedene Institutionen unterstützt.

Nach wie vor ist es schwierig, eine ausreichende Anzahl von helfenden Freunden zu finden und die Freizeit zu finanzieren. Geeignete Quartiere finden wir inzwischen schon eher. Witterungsbedingt wird das südliche Ausland bevorzugt. An unseren Freizeiten nehmen zwischen 30 bis 40 Personen teil, von denen die Hälfte auf den Rollstuhl angewiesen ist. Unvergessen bleiben die Freizeiten in San Felice (südlich von Rom) und in der Bretagne, aber auch die an der Nord- und Ostsee bleiben nachhaltig in der Erinnerung. Obwohl wir fünf Mal in Südtirol waren, fanden wir nur in Levico Terme eine Unterkunft, die uns zusagte. Da wir für unsere große Gruppe 8-10 behindertengerechte Zimmer brauchen, müssen wir bei dem immer noch geringen Angebot lange vorbuchen.