Tagesstätte

Angebote


In der Tagesstätte sind alle Altersgruppen vertreten, sodass Neulinge schnell Kontakt finden. Auch junge Körperbehinderte, die nicht in den Arbeitsprozess eingegliedert werden können oder die auf den Eintritt in das Erwerbsleben warten, werden angesprochen. » mehr

Team


Eine Tagesstätte betreibt sich nicht von allein. Hier gibt es einen kleinen Eindruck wer so alles in der Tagesstätte mitwirkt: Die Tagesstätte stellt sich vor. » mehr

Wozu überhaupt?

Durch die Tagesstätte soll schwerstkörperbehinerten Rollstuhlfahrern die Möglichkeit geboten werden, aktiv zu sein und der häuslichen Isolation zu entgehen. Ebenso soll eine Heimunterbringung möglichst vermieden werden. Die pflegenden Angehörigen können nicht immer für ihre Schützlinge da sein, zum Beispiel wegen krankheits- oder altersbedingtem Ausfall. Aber auch bereits im Vorfeld dieser Situation sollen die Angehörigen, welche bei der Betreuung der Körperbehinderten oft bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gefordert werden, Entlastung erfahren. Spannungen zwischen den Famiienangehörigen, die selbst nicht mehr gelöst oder abgebaut werden, könne damit reudziert werden.

Geboren wurde die Idde, eine Tagesstätte aufzubauen, in einer der vielen Urlaubsfreizeiten der IBF. Es wurde bedauert, dass außerhalb des gemeinsamen Urlaubs keine Möglichkeiten für Kotakte und Freizeitgesatltung tagsüber bestanden. Aufgrund der Berufstätigkeit der meisten ehrenamtlichen Helfern konnten die Aktivitäten nur abends und an Wochenenden angeboten werden.

Von der Idee bis zur Eröffnung unserer Tagesstätte vergingen jedoch mehrere Jahre. 

Der Steinige Weg

Konzepte mussten erstellt und bei der Stadtverwaltung und Landesregierung eingereicht und Verhandlungen mit dem Arbeitsamt geführt werden, damit das Projekt, eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, genehmigt wurde. Die Energie und dem Arbeitseinsatz unseres damaligen Vorsitzenden Kurt F. Schroth und unserer ehemaligen Finanzreferentin Monika Schroth ist es zu verdanken, das schließlich am 1.12.1982 mit einem Probelauf begonnen werden konnte.
Zu diesem Zeitpunkt war die Einrichtung längst nicht mehr nur zur Freizeitgestaltung der Vereinsmitglieder konzipiert, sondern für schwerkörperbehinderte Rollstuhlfahrer, die nicht berufstätig sein können und, die ihre meiste Zeit zu Hause verbringen.
Raumprobleme gab es keine, denn die Tagesstätte konnte zu den Räumen des IBF Treffpunktes ihre Pforten öffen. Als vorteilhaft erwies sich die ruhige Lage mitten im Naherholungsgebiet "Große Blies", mit einem einladenden Freizeitgelände. Damals, wie heute, standen ein Aufenthaltsraum, ein Raum für sportliche und gymnastische Übungen, eine Küche sowie rollstuhlgerechte Toilettenanlagen zur Verfügung.

Am 13. Januar 1983 entschloss sich der erste Behinderte, die Tagesstätte regelmäßig zu besuchen und über die Jahre vergrößerte sich die Tagesstätte.

Obwohl durchaus ein Bedarf nach einer Einrichtung, wie unserer Tagesstätte, bestand, gelang es nur langsam, Betroffenene durch Öffentlichkeitsarbeit zu erreichen und die Schwellenangst und die Vorurteile über einen Heimcharakter abzubauen.
Diese Hürde konnte nur durch eine entsprechend lange Anlaufzeit und eine Mund-zu-Mund-Propaganda überwunden werden.

Mittlerweile ist die Tagesstätte nicht mehr wegzudenken. Sie ist nicht nur ein Faktor zur Integration der Rollstuhlfahrer in die Gesellschaft und eine Bereicherung der Freizeitgestaltung, sondern für die Mehrzahl der Behinderten ein wesentlicher Bestandteil ihrer Rund-um-die-Uhr-Versorgung. Würde dieser Teil der Versorgung wegfallen, wäre in vielen Fällen schon jetzt eine Heimunterbringung unvermeidlich. Für alle Besucher ist die Einrichtung sowei auch der Verein ein Hoffnungsträger, um die absehbare Zukunft in Freiheit und Selbstbestimmung bewältigen zu können.

Heinz-Peter Hölzel
Tagesstättenleiter